Amazon Instant Video unter Ubuntu 12.04

Nachdem Amazon für Prime-Mitglieder kostenlos Instant-Video zur Verfügung stellt, wollte ich es einfach mal ausprobieren. Leider funktioniert es unter Ubuntu aber nicht ohne ein wenig Arbeit.

Zuerst ist es erforderlich Pipelight zu installieren. Dazu gibt es eine sehr ausführliche Anleitung des FDS-Teams. Zusammengefasst erfolgt die Installation mittels der folgenden Befehle im Terminal:

sudo add-apt-repository ppa:pipelight/stable
sudo apt-get update
sudo apt-get install --install-recommends pipelight-multi
sudo pipelight-plugin --update

Danach wird Pipelight aktiviert:

sudo pipelight-plugin --enable silverlight

Um die Videos schauen zu können sollte man Chrome verwenden. Zuerst muss allerdings ein Chrome-Plugin installiert werden, um Amazon vozugaukeln man wäre mit Windows unterwegs.  Ich habe dazu den Ultimate User Agent Switcher verwendet und dort den Internet Explorer 10 aktiviert.

Danach löscht man am besten den kompletten Browsercache und ruft dann Amazon auf und schaut sich einfach mal ein Video an. Viel Spaß!

Owncloud: Problem beim Upgrade auf 6.0.0.16

Eigentlich hätte mal wieder alles so einfach sein können. Nach dem Upgrade von Owncloud auf die Version 6.0.0.16 konnte sich nur noch mein Admin-User einloggen. Allerdings fehlten alle Kontakte und Kalendereinträge.

In der Datenbank war kein Fehler ersichtlich. Sämtliche Kontakte und Termine existierten noch. Auch die anderen Anwender, die sich nicht mehr einloggen konnten, waren in der Datenbank noch vorhanden.

Die Lösung brachte die Prüfung der config.php im Owncloud-Ordner. Dort war statt der MySql-Datenbank plötzlich eine SQLite-Datenbank eingetragen.

Nach Rücksicherung der config.php aus einem Backup (und Anpassung der Versionsnummer) hat dann alles wieder wie gewohnt funktioniert.

Feststelltaste (CAPS-LOCK) unter Ubuntu 12.04 deaktivieren

Nachdem ich neulich mal wieder über die gute alte und vor allem überflüssige Feststelltaste gestolpert bin, weil ich mehrfach ein Passwort falsch eingegeben hatte, musste ich feststellen, dass Ubuntu eine einfache Lösung bietet.

Weiterlesen

AeroFS Team Server unter Ubuntu 12.04

Mit Freude habe ich eine neue Software zur Dateisynchronisation bzw. zum Sharing von Dateien entdeckt: AeroFS. Das Prinzip von AeroFS ist ein anderes als z.B. bei Dropbox: Die Dateien werden nicht in der Cloud gelagert, sondern auf den eigenen Rechnern. Der Austausch der Dateien erfolgt grundsätzlich verschlüsselt. Es werden aktuell MacOS, Linux und Windows unterstützt.

Da seitens AeroFS kein zentraler Server zur Verfügung gestellt wird ist es sinnvoll einen eigenen „Teamserver“ aufzusetzen. Grundsätzlich ist das sehr einfach: Man lädt sich die Teamserver-Version herunter und installliert sie als ganz normale Applikation. Weiterlesen

Faxen mit der Fritzbox 7270 unter Ubuntu

Für viele Anwendungsfälle im geschäftlichen Umfeld stellt das Fax nach wie vor eine preiswerte und schnelle Alternative zum klassischen Brief dar. Für den Faxempfang drängt sich die Fax-zu-Emailfunktion der Fritzbox geradezu auf.

Aber auch der Faxversand lässt sich unter Ubuntu 12.04 sehr komfortabel mit ffgtk realisieren. Dazu installiert man zunächst das Paket ffgtk-unity aus dem Repository dschaerf.

Weiterlesen

Macbook-Tastaturbelegung unter Ubuntu

Nachdem es mich einige Zeit gekostet hat, die ein oder andere Tastenkombination auf dem MacBook Pro unter Ubuntu zu finden, hier die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Die Entfernen-Taste verbirgt sich hinter fn-Backspace (<-)
  • Die Einfügen-Taste liegt auf fn-Enter
  • Die rechte alt-Taste ist Alt-Gr
  • End liegt auf fn-[Pfeil nach rechts]
  • Pos1 liegt auf fn-[Pfeil nach links]

DNS-Server unter Ubuntu auslesen

Um sich den DNS-Server einer Verbindung anzeigen zu lassen kann man sich einfach das Netzwerksymbol in der Statusleiste anklicken und dort den Punkt Verbindungsinformationen auswählen:

DNS-Server UMTS

Über die Konsole ist es ähnlich einfach, wenn man weiß, wo man suchen muss. Unter Ubuntu übernimmt der NetzwerkManager die Konfiguration der Einstellungen.

Die DNS-Server werden dabei für (W)-lan in die Datei /etc/resolv.conf bzw. bei einem Surfstick in die Datei /etc/ppp/resolv.conf geschrieben und beim wechseln der Verbindung neu geschrieben.

Somit kann man sie sich entsprechend einfach auch anzeigen lassen lassen:

cat /etc/ppp/resolv.conf

nameserver 193.189.244.206
nameserver 193.189.244.225

 

Ubuntu 12.04 auf dem Nokia Booklet 3G

Nach einigem Zögern habe ich den Schritt gewagt das Betriebssystem auf meinem Nokia Booklet 3G von Ubuntu 10.04 auf Ubuntu 12.04 zu aktualisieren.

Da ich kein Freund des Distributionsupgrades bin, fiel es mir nicht schwer mich für eine Neuinstallation zu entscheiden. Leider waren meine ersten Versuche nicht erfolgreich. Die Ursache dafür war das veraltete BIOS meines Netbooks. Also musste ich mich der nicht ganz einfachen Aufgabe eines BIOS-Updates stellen. Der Name des winflash_BIOS_2.00 lässt es schon erahnen: Man muss Windows zur Aktualisierung installieren. Nach einigen erfolglosen Versuchen Windows 7 zu installieren (die Festplatte wurde nie als installationsfähiges Medium erkannt), habe ich Windows XP installiert um das BIOS zu flashen.

Danach konnte es endlich losgehen.

Zuerst wurde mittels UnetBoot ein bootfähiger USB-Stick mit Ubuntu 12.04 i386 Desktop erstellt. Wenn man von ihm bootet ist beim Start die Darstellung nicht in Ordnung. Entweder kommt es zu einer fragmentierten Darstellung oder der Bildschirm bleibt schwarz (man hört allerdings den Startsound, so dass man weiss, dass der Rechner hochgefahren ist).
Daher wechselt man auf die Console durch drücken von Strg-alt-F1 und gibt den Befehl sudo lightdm restart ein. Danach ist die Darstellung in Ordnung und man kann das System ganz normal installieren.

Das Bootproblem wiederholt sich nach Abschluss der Installation. Der Bildschirm bleibt schwarz, man hört den Startsound. Man wechselt also wieder auf die Console durch drücken von Strg-alt-F1, logged sich ein und gibt den Befehl sudo lightdm restart ein.

Nach dem Login wird zuerst das Grafikproblem behoben. Dazu startet man einen Terminal und editiert die Datei für die Bootloader-Konfiguration: sudo gedit /etc/default/grub
Dort ändert man die Zeile GRUB_CMDLINE_LINUX_DEAULT="quiet splash" in GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet console=tty1 acpi_backlight=vendor acpi_osi=Linux mem=896mb" und aktualisiert den Bootloader mittels des Terminalbefehls sudo update-grub.

Anschließend  muss noch der Bereitschaftsmodus repariert werden. Dazu wird mittels sudo gedit /etc/pm/config.d/gma500 eine neue Datei angelegt und die folgende Zeile eingetragen: ADD_PARAMETERS='-quirk-vbemode-restore'

Nun sollten alle Probleme behoben sein.

Update:
Nachdem ich nun eine Weile mit dem System gearbeitet habe, konnte ich keine Systemprobleme feststellen. Allerdings ist die Systemperformance unter Ubuntu 10.04 mit Poulsbo-Treiber besser. Die Akkulaufzeit ist unter Ubuntu 12.04 mit ca. 5 Stunden bei aktivem Wlan und etwa 35% Displayhelligkeit deutlich niederiger.

Update 2:
Weil die Systemperformance mir auf Dauer keinen Spaß gemacht hat, habe ich mich nach Alternativen umgeschaut. Nach Experimenten mir ArchLinux und PuppyLinux bin ich schließlich doch wieder bei Ubuntu gelandet. Allerdings einem Derivat namens Lubuntu. Lubuntu kommt mit dem LXDE-Desktop wesentlich schlanker daher und läuft spürbar besser auf dem Booklet 3G. Die Installation erfolgt exakt genauso wie die von Ubuntu, man kann also die obenstehende Anleitung fast 1:1 nutzen. Das Installations-Image ist dazu durch das Lubuntu i386 desktop ISO-Image zu ersetzen. Ausserdem muß bei den Terminalbefehlen  „gedit“ durch „leafpad“ ersetzt werden.